Ein Logo kann 149 Euro kosten oder 8.000 Euro. Beide sind ein Logo, beide erfüllen streng genommen denselben Zweck. Trotzdem liegt zwischen ihnen ein Faktor von über fünfzig. Wer wissen will, was ein Logodesign kostet, bekommt selten eine ehrliche Antwort, weil jeder Anbieter am unteren oder oberen Ende seiner eigenen Preisliste argumentiert. Dieser Beitrag ordnet die Kosten für ein Logodesign nach realen Marktsegmenten, vom Baukasten bis zur Agentur mit Markenstrategie. Er erklärt außerdem, woran Sie erkennen, wofür Sie tatsächlich zahlen. Alle Preise verstehen sich netto und beziehen sich auf den österreichischen Markt, Stand 2026.
Was ein Logodesign kostet: die Preisspannen im Überblick
Am Markt bewegen sich die Preise für ein Logo grob in vier Segmenten. Sie überschneiden sich an den Rändern, aber jedes steht für eine andere Art zu arbeiten und für ein anderes Ergebnis.
Baukasten & KI-Generator (150–500 €)
Vorlagen und automatisch erzeugte Entwürfe, die Sie selbst anpassen. Schnell und billig, aber selten einzigartig.
Freelancer (500–1.500 €)
ein einzelner Grafiker, meist mit Briefing und einigen Entwürfen. Qualität und Verlässlichkeit schwanken stark.
Grafiker oder kleine Agentur (1.200–5.000 €)
professioneller Prozess mit Recherche, mehreren Konzepten und vollständigen Dateien. Hier liegt der Punkt, an dem ein Logo trägt.
Agentur mit Markenstrategie (bis 8.000 €)
Logo als Teil eines strategischen Markenaufbaus, inklusive Anwendungsregeln. Für Unternehmen, die groß denken. [/Block]
Kanbuk arbeitet im mittleren dieser Segmente. Hinter jedem Logo steht ein echter Grafiker aus Wien, kein Generator. Wir kalkulieren jedes Projekt einzeln statt nach Pauschalliste, weil ein Ein-Personen-Betrieb einen anderen Aufwand hat als eine Marke mit zehn Anwendungsfällen. Was Ihr Logo kostet, hängt also davon ab, wie viel Marke dahinterstehen soll.
Warum ein Logo 150 € oder 5.000 € kosten kann
Der Preisunterschied ist kein Aufschlag für denselben Gegenstand. Er steht für das, was tatsächlich passiert, bevor Sie eine fertige Datei bekommen.
Ein günstiges Logo entsteht meist in Minuten: Sie geben einen Firmennamen ein, ein Programm setzt eine Vorlage aus einer passenden Schrift und einem Symbol zusammen. Das Ergebnis sieht ordentlich aus, ist aber weder auf Ihre Branche noch auf Ihre Mitbewerber geprüft. Bei einem professionellen Logo zahlen Sie genau diese Prüfung: Wofür steht das Unternehmen, wie treten die Mitbewerber auf, welche Form bleibt im Kopf? Dazu kommen die Zahl der echten Entwürfe, die Abstimmungsrunden und die Ausarbeitung in allen Varianten und Dateiformaten.
Bei einem 149-Euro-Logo fällt fast alles weg, was ein Logo langfristig brauchbar macht. Sie bekommen in der Regel eine einzige Bilddatei, keine Vektordaten zum verlustfreien Vergrößern, keine Varianten für dunkle Hintergründe oder kleine Formate und keine Zusicherung, dass dasselbe Symbol nicht schon zehn andere Betriebe verwenden. Der niedrige Preis ist kein Rabatt, sondern das Weglassen von Arbeit.
Achtung:
Vorlagen und KI-Generatoren liefern oft Symbole, die hundertfach vergeben werden. Im schlechtesten Fall ähnelt Ihr Logo dem eines bestehenden Unternehmens so stark, dass Sie es nach dem Marktstart wieder ändern müssen – die teuerste Variante von allen.
Vom Briefing zur fertigen Datei: Ablauf und Dauer
Ein seriöses Logoprojekt läuft in vier Phasen ab. Wie lange es dauert, hängt weniger von der Gestaltung ab als von der Zahl der Abstimmungsrunden.
Briefing – Fragen zu Unternehmen, Zielgruppe, Mitbewerbern und Vorlieben. Die Grundlage für alles Weitere.
Entwürfe – erste Konzepte, meist in mehreren Richtungen zur Auswahl.
Feinschliff – die gewählte Richtung wird verfeinert: Farbe, Schrift, Proportionen.
Dateiübergabe – finale Dateien in allen nötigen Formaten, dazu die Varianten für Print, Web und kleine Größen.
Marktüblich dauert dieser Ablauf zwei bis fünf Wochen. Ein Logo, das über Nacht fertig ist, hat meist eine dieser Phasen übersprungen, in den allermeisten Fällen die Recherche. Wenn ein Angebot besonders schnell wirkt, lohnt die Frage, wie viele echte Feedback-Runden enthalten sind. Genau daran entscheidet sich, ob das Ergebnis zu Ihnen passt oder nur schnell da war.
Nutzungsrechte: der Kostenpunkt, den kaum jemand erklärt
Über die Nutzungsrechte spricht kaum ein Anbieter von sich aus. Dabei entscheiden gerade sie darüber, ob Ihnen Ihr Logo wirklich gehört oder ob Sie nur eine Datei besitzen, die Sie eingeschränkt verwenden dürfen.
Vollständige Nutzungsrechte bedeuten: Sie dürfen das Logo zeitlich und räumlich unbegrenzt einsetzen, für jeden Zweck, auf jedem Medium, ohne weitere Zahlung. Sie können es drucken, ins Netz stellen, auf Fahrzeuge kleben und in fünf Jahren an einen Nachfolger übergeben. Bei einem professionellen Angebot sind diese Rechte im Preis enthalten und schriftlich festgehalten.
Knebel-Angebote erkennen Sie an drei Mustern. Erstens die eingeschränkte Nutzung: Das Logo darf nur online oder nur im Inland verwendet werden, alles andere kostet extra. Zweitens die Nachzahlung pro Kanal oder pro Jahr, als wäre das Logo gemietet. Drittens Quelldateien nur gegen Aufpreis – Sie bekommen ein Bild, aber nicht die bearbeitbare Vektordatei, ohne die kein anderer Grafiker je etwas daran ändern kann. Das bindet Sie an den Anbieter.
Tipp:
Stellen Sie vor der Auftragsvergabe drei Fragen. Bekomme ich die Quelldateien als Vektor? Darf ich das Logo zeitlich und räumlich unbegrenzt nutzen? Sind alle Varianten und Formate im Preis enthalten? Ein seriöser Anbieter beantwortet alle drei mit Ja.
„Ein Logo kaufen Sie nicht als Bild, sondern als Recht, es überall und dauerhaft zu nutzen.“
Selbst machen, Baukasten oder Profi: was sich wann lohnt
Nicht jedes Vorhaben braucht ein Logo für 3.000 Euro. Die ehrliche Frage ist nicht, was am wenigsten kostet, sondern wie lange das Logo halten soll und wie sichtbar es wird.
Ein Baukasten reicht, wenn Sie schnell etwas Vorzeigbares brauchen: für ein Nebenprojekt, einen Test am Markt oder eine Idee, bei der noch nicht feststeht, ob sie bleibt. Solange wenig davon abhängt, ist ein günstiges Logo eine vernünftige Zwischenlösung.
Ein Grafiker rechnet sich, sobald das Logo zur Marke werden soll – auf Rechnungen, Fahrzeugen, Schildern, in Suchergebnissen, über Jahre hinweg. Ein professionell gestaltetes Logo ist dann keine Ausgabe, sondern die Grundlage, auf der jeder weitere Auftritt aufbaut: Website, Drucksorten, Beschriftung. Wer von Anfang an ein tragfähiges Logo hat, spart sich den teuersten Weg von allen, nämlich erst billig zu starten und später alles neu zu machen.
Genau hier setzen wir an. Wenn Sie ein Logo professionell erstellen lassen möchten, das mit Ihrem Unternehmen mitwächst, sollte am Anfang die Frage stehen, wohin die Marke soll, nicht, was die Datei kostet. Wer ohnehin einen kompletten Auftritt plant, denkt die Kosten am besten zusammen: Was eine Website kostet, erklären wir in einem eigenen Beitrag.
Fazit:
Was ein Logo kostet, hängt nicht vom Zufall ab, sondern davon, wie viel Arbeit und wie viele Rechte im Preis stecken. Zwischen 150 und 8.000 Euro entscheidet vor allem, wie lange das Ergebnis halten soll. Wer die Marke ernst meint, fährt mit einem professionell gestalteten Logo günstiger als mit dem, das am Ende zweimal bezahlt wird.
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